Afrika blieb das Sehnsuchtsland der dänischen Baronin Tania Blixen, auch als sie ihren Lebenstraum einer Kaffeeplantage in Kenia 'am Fuße der Ngong-Berge' nach 17 Jahren 1932 endgültig verloren geben mußte. Ein noch größerer Schicksalsschlag war für sie das Scheitern ihrer leidenschaftlichen Liebe zu dem englischen Adligen Denys Finch Hatton und dessen früher Tod bei einem Flugzeugabsturz.
Anita Albus' kluger und schöner Essay "Das Los der Lust" spürt den subtilen Mechanismen der Erinnerns, der Phantasie, des Mystifizierens nach, mit denen Tania Blixen in ihrem literarischen Werk die Schrecken des Schicksals für sich zu deuten versucht. Ihr lebenslanger Traum, 'wie ein Vogel die Erde unter sich versinken zu sehen', war ihr oft genug Rettung.
Autorportrait:
Anita Albus lebt als Malerin und Schriftstellerin in München und im Burgund. Berühmt wurde sie vor allem durch ihre minutiös gemalten Naturdarstellungen, von Pflanzen, Vögeln, Schmetterlingen, die vielfach ausgestellt wurden. Neben der Malerei hat sich Anita Albus auch der Literatur gewidmet, als Autorin von Erzählungen, Romanen und einigen kunsthistorischen Essaybänden. Für ihr vielseitiges künstlerisches Werk wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Johann-Heinrich-Merck-Preis (2004).
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