Vor langer Zeit war der Himmel über Arezzo von Teufeln erfüllt, kopfverdrehenden dunklen Wesen; Franziskus von Assisi vertrieb sie mit ein paar Worten. Die Dämonen verscheuchen und den Himmel offen halten: davon träumt auch der Dichter am Anfang des einundzwanzigsten Jahrhunderts.
In Dirk von Petersdorffs neuem Gedichtband findet man solche Träume. Und man findet eine Gegenwart, die ganz anders aussieht. Denn wer weiß schon, welche Geister ihr Unwesen treiben und woher die Zuversicht kommt. Sitz am Fluss, er ist mein Trainer, / glitzernd in das Land geschrieben, / so wie ich vom Stamme jener, / welche scherzen, wenn sie lieben.
Dirk von Petersdorffs Gedichte unternehmen Reisen, in vielen Sprachen, zum Schwalbenflug in Quedlinburg und in die Melancholie von Frankfurt an der Oder, in die Kälte ganz innen, die niemand versteht, und zu den Teufeln und Heiligen in Arezzo. Sie nehmen den Leser mit auf eine Suche, von der keiner weiß, wo sie enden wird, den glitzernden Fluss hinab.
Verlagsremittende mit Mängelungsstempel am unteren Buchschnitt und Lagerspuren am Cover - inhaltlich unversehrt