Der Bildhauer Hans Arp (1886–1966) wird als einer der Pioniere der gegenstandslosen Plastik des 20.Jahrhunderts angesehen. Kennzeichnend für seine organische Formensprache sind die dem Wachsen der Natur analogen anthropomorphen Plastiken, deren Entstehung er als Konkretion bezeichnete, d.h. „als naturhaften Vorgang der Verdichtung, Verhärtung, des Gerinnens, des Dickerwerdens, des Zusammenwachsens.“
Arp zog es vor, nicht von Abstraktionen zu sprechen, da die plastischen Gebilde die Natur nicht abbilden, sondern paraphrasieren und selbst konkrete Formen hervorbringen. Nicht nach der Natur, sondern wie die Natur wollte er arbeiten. Seine Reliefs und Collagen, die wie seine Dichtung als wichtiger Beitrag zur dadaistischen und konstruktivistischen Kunst angesehen werden, zeugen von dem spielerischen Umgang geometrischer und biomorpher Formen sowie von
dem Schein des Zufälligen.
Die Publikation über Hans Arp, die anlässlich der Eröffnung des von Richard Meier entworfenen neuen Arp Museums in Rolandseck erschien, dokumentiert die Vielfältigkeit des künstlerischen und dichterischen Œuvres.
Originalverpackter Verlagsrest. Buchpreisbindung aufgehoben.