Als Rainer Werner Fassbinder den großen Roman von Alfred Döblin in zwölf Folgen und einem Epilog für das Fernsehen verfilmt hatte, 15 Stunden und 39 Minuten lang, da hatte er ein monumentales Meisterwerk geschaffen, das deutschlandweit und international große Beachtung fand. 25 Jahre nach der Ausstrahlung im Fernsehen wurde gerade die aufwendig restaurierte Fassung auf der Berlinale vorgestellt, die ausführliche und begeisterte Berichte dazu in der Tagespresse und im Fernsehen nach sich zog. Diese restaurierte Fassung ist als Ausstellung vom 18. März bis zum 13. Mai in den Kunst-Werken Berlin zu sehen. In vierzehn separaten Räumen kann man jeweils die einzelnen Folgen oder die ganze Serie anschauen. Zur Ausstellung erscheint bei Schirmer/Mosel ein aufwendiges, sechs Zentimeter starkes Begleitbuch, das auf 664 Farbseiten 570 Filmbilder aufblättert. Es ist ein Buch über den Film, über Filmgeschichte, über einen großen Roman und ein Buch über Berlin, die deutsche Großstadt des 20. Jahrhunderts. Der Katalog wurde herausgegeben von Klaus Biesenbach, dem Kurator der Ausstellung, und enthält Essays von Susan Sontag und Rainer Werner Fassbinder. 570 Filmstills dokumentieren die beeindruckende visuelle Sprache Fassbinders sowie seinen künstlerisch herausfordernden und innovativen Umgang mit Bildern. Darüber hinaus enthält die Publikation das komplette Drehbuch.
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