Im heruntergekommenen Hotel "Palace" besucht ein ordinärer Kiezganove Nacht für Nacht eine alternde Prostituierte, um sich gegen Geld, neben anderem, eine Geschichte erzählen zu lassen. Denn das kann sie hervorragend. Die Geschichten dieser modernen Scheherazade kreisen alle um die Frage der Identität: Was macht ein Menschenleben aus? Und warum ist die Erfindung oft realer als die Wirklichkeit? Der Schweizer Autor Charles Lewinsky sorgt mit seiner Sammlung aus bösen Märchen, raffinierten Short Storys und modernen Parabeln ein weiteres Mal für glanzvolle Überraschungen in der Gegenwartsliteratur.
Autorportrait:
Charles Lewinsky, geboren 1946, lebt in Frankreich und Zürich. Er schreibt Romane, Theaterstücke und Drehbücher. Für Johannistag erhielt Lewinsky den Preis der Schweizerischen Schillerstiftung 2004. 2006 erschien bei Nagel & Kimche der Roman Melnitz, der in viele Sprachen übersetzt, in China zum besten deutschsprachigen Roman des Jahres gewählt und in Italien für den Premio Vallombrosa nominiert wurde. Zuletzt veröffentlichte er bei Nagel & Kimche Gipfelkonferänz (2007, zusammen mit Jakob Stickelberger) sowie den Roman Johannistag (2007).
Verlagsremittende mit Mängelungsstempel am unteren Buchschnitt und Lagerspuren am Cover - inhaltlich unversehrt