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Theaterkritik 1870-1894

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Details zum Buch

Beschreibung

Von 1870 bis Ende 1889 war Fontane als Theaterreferent für die 'Vossische Zeitung' tätig und hat in dieser Zeit etwa 650 Kritiken geschrieben. Diese Texte werden im Rahmen der Großen Brandenburger Ausgabe erstmals vollständig veröffentlicht. Sie konturieren das Bild des Journalisten Fontane, dessen Beiträge eine wesentliche Facette seines schriftstellerischen Schaffens darstellen. Besonders beeindruckend ist die Modernität seiner Anschauungen und Texte, in denen sich die Entwicklung vom wilhelminischen zum naturalistischen Theater abzeichnet. Wenn er für die liberale 'Vossische Zeitung' im Königlichen Schauspielhaus am Gendarmenmarkt die Aufführungen der ersten Bühne Berlins verfolgt, möchte er seine Leser vor allem unterhalten: Mit Wortspiel und Witz bewertet er in seinem charakteristischen Plauderton Stück, Sujet und Schauspieler. Dabei folgt er keinem 'Paragraphenkodex', sondern vertraut stets seiner 'unmittelbaren Empfindung' und dem eigenen Standpunkt. Der forschungsgestützte Kommentar von Debora Helmer und Gabriele Radecke erschließt die Zusammenhänge und wertet bislang unbekannte Aufzeichnungen aus Fontanes Notizbüchern aus. Band 1 'Man räsonnirt immer vom Verfall des Theaters; wir selber wissen uns von dieser Schuld nicht frei.' Als Theodor Fontane im August 1870 seinen Posten als Theaterkritiker für die 'Vossische Zeitung' antritt und fortan regelmäßig die Aufführungen des Königlichen Schauspielhauses bespricht, hat er in der Tat Anlass genug zum Klagen: über einen zweifelhaften Spielplan, zu viele triviale Stücke, einseitig agierende Schauspieler und immer wieder über unzulängliche Klassikeraufführungen: 'Der Goethe'sche Egmont, als Einzelfigur, ist nur hinzunehmen, wenn er meisterhaft gespielt wird; aber nichts ist seltener auf der Bühne, als diese Gestalt in künstlerischer Vollendung.' Gleichzeitig weiß er ein 'liebenswürdiges, unterhaltliches, vielfach dem Leben abgelauschtes und überall mit glücklichsten Scherzen und Wendungen ausgestattetes Stück' durchaus zu schätzen, denn 'unter denen, die sich am meisten nach gelegentlich leichter Kost, nach Unterbrechung von >Kabale und LiebeLearGretchen im Kerker< sehnen, steht vielleicht der Kritiker obenan.' Und so lässt er Shakespeares 'Was ihr wollt' genauso Gerechtigkeit widerfahren wie Paul Lindaus 'Tante Therese' und widmet sich seiner Aufgabe mit Ernsthaftigkeit, aber auch mit viel Humor - und vor allem mit einer freizügig geäußerten eigenen Meinung. Denn: 'Schlecht ist schlecht und es muß gesagt werden.' Band 2 '>Der geschundene Raubritter< wurde in fünf Versionen auf fünf verschiedenen Vorstadt-Theatern gegeben und die Elite der Gesellschaft wallfahrtete hinaus, um sich die neue Herrlichkeit anzusehn. In solcher Zeit, wenn nicht der Wüstensand alles begraben soll, muß es ein paar hochgelegene Stätten geben, wo eine reinere Luft weht und ein gesunderer Quell aus dem Felsen springt. Und eine solche >hochgelegene Stätte

Zustand

Ungelesenes Mängelexemplar mit kleineren Beschädigungen durch Lagerung und Transport; inhaltlich unversehrt! Mit Mängelstempel auf unterem Buchschnitt gekennzeichnet.

ISBN:

9783351037376
3351037376

Erscheinungsdatum:

09.11.2018

Bindung:

Hardcover, Gebunden